Beratung für Arbeitnehmer

Arbeitnehmer gehen in der Vielzahl jedenfalls dann zum Rechtsanwalt, wenn ihr Arbeitsplatz gekündigt wird. Der Arbeitsplatz gewährleistet ihre wirtschaftliche Existenz. Ohne ihn gerät vieles schnell ins Wanken.

  • Das Kündigungsschutzrecht sichert Arbeitnehmer in vielen Fällen gegen den Verlust des Arbeitsplatzes ab oder verhilft ihnen jedenfalls dazu, den Verlust mit einer Abfindung besser verkraften zu können.


Wenn Sie als Arbeitnehmer eine Kündigung erhalten, sind Sie daher gut beraten, sich von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten zu lassen, bevor sie entmutigt zur Agentur für Arbeit gehen und sich arbeitslos melden.

Doch auch während des laufenden Arbeitsverhältnisses gibt es eine Fülle von Fragen, Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten, bei denen Sie gut beraten sind, einen Fachanwalt hinzuzuziehen:

  • Sie werden auf Ihre Frage, wann Sie einen schriftlichen Arbeitsvertrag erhalten, immer wieder hingehalten. Können Sie einen schriftlichen Vertrag verlangen?
  • Sie möchten Ihre Arbeitszeit herabsetzen und in Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit für sich oder die Familie zu haben. Geht das, können Sie das auch gegen Einwände des Arbeitgebers durchsetzen?
  • Ihr Vertrag ist befristet. Der Arbeitgeber hat ihn mehrfach verlängert, jetzt will er das nicht mehr. Können Sie verhindern, dass das Arbeitsverhältnis mit der Befristung abläuft?
  • Anders als Ihre Kollegen erhalten Sie kein oder ein geringeres Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Ist das in Ordnung?
  • Der Arbeitgeber will Sie in einen anderen Betrieb versetzen. Müssen Sie das hinnehmen, können Sie es ablehnen, oder bleibt Ihnen nur die Kündigung?
  • Es gibt immer wieder Ärger wegen Überstunden und ihre Bezahlung. Sie werden von Monat zu Monat vertröstet. Währenddessen steigt die Zahl der nicht ausgeglichenen Überstunden. Was tun und wie die Überstunden beweisen?
  • Sie erhalten eine Abmahnung, obwohl Sie dem Chef sagen, dass der erhobene Vorwurf nicht begründet ist. Können und sollten Sie dagegen etwas tun?
  • Sie fühlen sich von Arbeitskollegen oder Vorgesetzten gemobbt. Kann dagegen das Arbeitsgericht helfen?
  • Sie sind seit längerem krank. Jetzt läuft das Krankengeld aus, während Sie weiter arbeitsunfähig sind. Die Arbeitsagentur will Ihnen kein Arbeitslosengeld zahlen, der Arbeitgeber keinen Lohn, in beiden Fällen, weil Sie noch arbeitsunfähig sind. Wie können Sie verhindern, dass sie in diesem Bermudadreieck untergehen?
  • Sie befinden sich am Ende der Elternzeit und nehmen Kontakt zu Ihrem Arbeitgeber auf, der Ihnen mehr oder weniger offen sagt, dass er Sie nicht mehr weiter beschäftigen kann oder will. Was tun?


Wenn Sie es auf sich nehmen, diesen Fragen nachzugehen, werden Sie die Erfahrung machen, dass Sie mehr Rechte haben als Sie denken.

Und die Gefahr des Rausschmisses, wenn Sie sich herausnehmen, auf Rechte zu pochen?

Keine vorschnelle Angst: ein kompetenter Anwalt wird im Rahmen der Beratung und der Überlegungen, wie er Ihnen zu Ihrem Recht verhelfen kann, auch diese Frage bedenken und hat Empfehlungen ebenso zu der Art und Weise des Vorgehens parat. Die Frage, wie man das Porzellan vermehrt, anstelle das schon vorhandene zu zerschlagen, zählt zu den alltäglichen Fragen in der Praxis des Fachanwalts für Arbeitsrecht.

Anwälte kosten – und häufig nicht wenig. Doch auch dies sollte Sie nicht abschrecken, den Fachanwalt zunächst einmal aufzusuchen und sich beraten zu lassen. Fragen Sie den Anwalt im ersten Gespräch, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen wird.

Rechtsschutzversicherungen sind gerade für die immer häufiger werdenden Streitigkeiten im Arbeitsleben sehr nützliche und wichtige Versicherungen und decken im Regelfall die Anwalts- und Gerichtskosten ab, sofern ein Versicherungsfall gegeben ist.

Falls Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, wird Ihr Anwalt Sie gerne dahingehend beraten, ob Sie Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können, mit der Folge, dass ein Teil der gesetzlichen Anwaltskosten und die Gerichtskosten aus der Staatskasse getragen werden.

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